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7.14 messages_xx.properties

In den Übersetzungsdateien messages_xx.properties werden Übersetzungen für Texte in der Benutzeroberfläche angegeben. Das hier genannte xx muss je nach verwendeter Sprache durch das dazugehörige Sprachkürzel ersetzt werden. Die Kürzel sind unten näher beschrieben. Die Dateien befinden sich üblicherweise an folgendem Speicherpfad:
/opt/digiverso/goobi/config/messages_xx.properties
Da diese Dateien sehr groß werden und oftmals viele Tausend Einträge haben, sind hier nur wenige Zeilen beispielhaft angegeben:
Englische Übersetzungen:
messages_en.properties
...
fileHasNLines=The file has {0} lines.
next=Next >
openFile=Open File
...
Deutsche Übersetzungen:
messages_de.properties
...
fileHasNLines=Die Datei hat {0} Zeilen.
next=Weiter >
openFile=Datei \u00F6ffnen
...

Allgemeines

Goobi übersetzt alle Texte in der Benutzeroberfläche in die vom Nutzer eingestellte Sprache. Dafür hat jeder Text in Goobi einen eigenen Key, der nicht direkt angezeigt, sondern in der passenden Übersetzungsdatei gesucht wird. Der dort definierte Text wird dann angezeigt. Der Key ist somit für alle Sprachen gleich, insbesondere auch dann, wenn weitere Sprachen hinzugefügt werden sollen.
Werden keine Einträge bzw. Übersetzungen für einen Key gefunden, so wird der Key direkt in der Benutzeroberfläche angezeigt. Dies ist allerdings nur für den Entwicklungsvorgang gedacht. Normalerweise sollten alle Texte vollständig übersetzt werden.

Standard-Dateien und Benutzerdefinierte Dateien

Die standardmäßig von Goobi verwendeten Übersetzungsdateien sind bereits in der Installation enthalten und hier nicht weiter relevant. Im Konfigurationsverzeichnis (standardmäßig /opt/digiverso/goobi/config/) werden die benutzerdefinierten Dateien angelegt.

Unterstützte Sprachen

Standardmäßig werden folgende Sprachen unterstützt:
Kürzel
Sprache
de
Deutsch
en
Englisch
es
Spanisch
fr
Französisch
it
Italienisch
iw
Hebräisch
nl
Niederländisch
pt
Portugiesisch

Konventionen für Keys

  • Keys müssen eindeutig sein. Wird ein Key mehrmals definiert, kann es dazu kommen, dass der falsche verwendet wird.
  • Keys sollten aussagekräftige, aber nicht zu lange Namen haben.
  • Keys sollten englischsprachig sein.
  • Mehrere Wörter in Keys können in CamelCaseNotation (keyWithMultipleWords) oder mit Unterstrichen (key_with_multiple_words) geschrieben werden. Mischformen sind ebenfalls üblich.
  • Keys dürfen keine Sonderzeichen und Umlaute beinhalten.
  • Punkte und Bindestriche können ohne Escaping verwendet werden.
  • Für das Übersetzen von Vorgangs- oder Schritttiteln sind desöfteren Leerzeichen im Key notwendig. Diese müssen escaped werden (zum Beispiel: Import\ der\ Bilder)

Präfixe für Keys

Wenn viele Übersetzungen zusammengehören oder im selben Plugin verwendet werden, sollten Präfixe in den Keys verwendet werden. Dies hat auch den Vorteil, dass zusammengehörige Übersetzungen in den messages-Dateien besser zu finden sind, da diese nach Keys lexikografisch sortiert sind.
Häufig verwendete Präfixe sind zum Beispiel:
Präfix für Keys
Beispiel Key
Anwendung
NORM_
NORM_authorityData
Beschriftungstexte für Daten aus Normdatenbanken
goobiScript_
goobiScript_command
Texte für GoobiScripts und dazugehörige Funktionen
help_
helpConfirmNewPassword
Hilfe-Texte, die die Funktionen in der Benutzeroberfläche näher erklären
import_
import_Authors
Texte für Import-Funktionen
intranda_
intranda_step_pdfUpload
Ältere Konvention für Plugin-Texte
lw_
lw_progress
Texte im LayoutWizzard
mets_
mets_showThisImage
Texte im METS-Editor
plugin_
plugin_opac_json_volume
Beim plugin_-Präfix gibt es viele mögliche Präfixe. Sollen zum Beispiel Übersetzungen für das imageQA-Plugin angelegt werden, so wird der Plugin-Präfix um den Plugin-Typ und den Plugin-Namen ergänzt: plugin_intranda_step_imageQA_
process_
process_created
Texte für Vorgänge
rights_
rights_Workflow_Processes
Texte für Berechtigungen in Goobi Workflow oder Plugins
vocabularyManager_
vocabularyManager_type
Texte im Vokabelmanager

Konventionen für Texte

  • Der Dateieintrag für eine neue Übersetzung sollte immer in allen messages-Dateien an der passenden Stelle hinzugefügt werden, um die Dateien übersichtlich und kompatibel zu halten. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn ein Text noch nicht sinnvoll in eine seltener verwendete Sprache übersetzt werden kann.
  • Kann ein Text noch nicht übersetzt werden, weil zum Beispiel zur Zeit kein geeigneter Übersetzer zur Verfügung steht, sollte stattdessen die englische Übersetzung eingetragen werden.
  • Ist eine Übersetzung noch nicht durch einen erfahrenen Dolmetscher oder Muttersprachler bestätigt worden, so wird die Endung zzz an den Text angehangen.

Die Endung zzz

Die Endung zzz wird als Endung an eine Übersetzung geschrieben, um zu signalisieren, dass diese noch qualitativ überprüft werden muss. Dies vereinfacht die Überprüfung der Übersetzungen für Dolmetscher oder Muttersprachler, weil so nicht jedes Mal alle Übersetzungen überprüft werden müssen.
Goobi erkennt die Endung zzz selbstständig und zeigt den entsprechenden Text ohne die Endung an.
Eine Übersetzung kann zum Beispiel so in der messages-Datei stehen:
choose_file=Please select a file zzz

Parameter

Messages können Parameter verwenden. Damit ist es möglich, Werte in Texte einzusetzen, ohne die Texte an jedem einzelnen eingesetzten Wert aufspalten zu müssen. Parameter funktionieren nur, wenn Texte mit passenden Java-Funktionen und zugehörigen Parametern in Goobi übersetzt werden. Daher werden sie nur für bestimmte Zwecke verwendet.
Eine Übersetzung mit Parametern kann zum Beispiel so aussehen:
user_is_not_allowed_to_execute_goobiscript=The user {0} is not allowed to execute the goobi script {1}.

Umlaute und Sonderzeichen

Es gibt einige Zeichen, die in den Übersetzungen escaped werden müssen. Dazu gehören einige syntaktische Zeichen:
  • ! wird zu \!
  • : wird zu \:
  • { wird zu \{
  • } wird zu \}
  • \ wird zu \\
Weil messages-Dateien kompatibel zu vielen Sprachen sein sollen, werden alle Sonderzeichen und Umlaute als Unicode-Sequenzen gespeichert.
Dies hat den Vorteil, dass Dateien mit jedem ASCII-kompatiblen Texteditor geöffnet, bearbeitet und gespeichert werden können, ohne dass die Dateicodierung beschädigt wird.
Der Nachteil ist allerdings, dass Umlaute und Sonderzeichen manuell als Unicode-Sequenzen eingegeben werden müssen.
Beispielhaft sind hier die deutschen Umlaute angegeben. Sonderzeichen für andere Sprachen können der Unicode-Zeichentabelle entnommen werden.
  • ä = \u00E4
  • ö = \u00F6
  • ü = \u00FC
  • Ä = \u00C4
  • Ö = \u00D6
  • Ü = \u00DC
  • ß = \u00DF
Eine deutsche Übersetzung müsste beispielsweise wie folgt codiert werden:
file_size=Dateigr\u00F6\u00DFe